ICH

In erster Linie bin ich eine passionierte „berufstätige Mutter“. In der Ausgewogenheit aus beidem liegt für mich die Kraft und Stärke, mit der ich meinen Alltag meistere. Das Leben stellt für mich eine stetige (weiter)Entwicklung und Veränderung dar. Ich möchte mich nicht im Kreis drehen, sondern den Blick nach vorn richten. Zukunftsorientiert. Innovativ. Organsiert. Leidenschaftlich. Herausforderungen gern annehmend aber selten ablehnend. Langeweile langweilt mich. Im sozialen Engagement versuche ich meinen Beitrag zu leisten, in dem ich das tue, was ich am Besten kann: layouten – designen – Ideen finden. Im besten Fall mit eigenen Fotos. Zuverlässigkeit – Genauigkeit zählen zu meinen Stärken. Musik und Schokolade zu meinen Schwächen. Für ein gutes Buch kann ich die Zeit vergessen, für einen Ausflug in die Natur nehme ich sie mir. Im Trubel einer Stadt kann ich entspannen. Immer im Gepäck meine Spiegelreflexkamera. Gern laufe ich mit offenen Augen durch die Welt und versuche immer ein Vorbild für meinen Sohn zu sein.

In zweiter Linie bin ich Witwe. Verlor meinen Mann durch ein Magenkarzinom. Er war 36 Jahre, ich 31 und unser Sohn 6 Jahre jung.

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10 Gedanken zu “ICH

  1. Ich bin total begeistert mit wieviel Liebe, Ehrlichkeit , Offenheit und Herzenswärme Sie schreiben. Einfach nur wundervoll, höchsten Respekt , danke!!!!
    Sie sollten unbedingt ein Buch schreiben, kann es jeden nur empfehlen vom Leben für das Leben zu lernen; danke, danke

  2. Liebe Anja,

    seit Bestehen deines erstaunlichen Blogs bin ich regelmäßig hier und verfolge deine Beiträge. Anfangs kullerten bei mir oft die Tränen, doch mittlerweile reißt du mich mit EURER Geschichte einfach nur noch mit und bringst mich dazu viele Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten. :-) Danke für deine tolle Arbeit..!
    Ich wünsche dir und Nils alles Liebe.
    Sei lieb gedrückt von mir!

  3. Liebe Anja,
    Dein Blog, aus dem hoffentlich ein Buch entsteht, und den ich über weite Strecken verfolgt habe, macht betroffen und nachdenklich, traurig bis zum Weinen und wenige Zeilen später wieder fröhlich und hoffnungsvoll mit den geweinten, noch nicht trockenen Tränen im Gesicht.
    Deine, nein Eure Geschichte ist eine für beide Seiten, Betroffene und Treffende, Patient /Familie – und Behandler.
    Ich habe Euch als Arzt begleitet, ich hoffe mit gutem Rat und Empathie,
    ich habe Dich / Euch jedoch erst wirklich verstanden als Leser Deiner Zeilen und als jetziger Freund.
    Ich danke Dir für die von mir geweinten Tränen unter dem Lesen, die mich haben manches anders sehen lassen und die wir Behandler ab und zu weinen müssen um nicht bei aller notwendigen Professionalität den Menschen vor uns zu vergessen.
    Andreas
    dein Freund und Onkologe

  4. Liebe Anja,
    ich kann gar nicht beschreiben, wie dankbar ich Dir bin, dass Du diesen Blog erstellt hast!!! Wir (mein Mann und ich) sind in einer sehr ähnlichen Situation wie Du und Kai vor zwei Jahren… Gleiches Alter, ähnliche Diagnose bei meinem Mann, die gleichen Ängste, Sorgen, Probleme, u.v.m.
    Um ehrlich zu sein: Ich fühle mich nicht mehr so allein; danke dafür! Du hast mir gezeigt, dass es trotz der schrecklichen Diagnose auch noch schöne Zeiten geben kann…
    In tiefer Dankbarkeit,
    Antje

  5. Liebe Anja,
    ich habe Deinen Blog in einem Rutsch gelesen. Mein Mann wurde letzten April mit Nierenkrebs diagnostiziert, mit 36, ich war 8 Monate schwanger mit unserem Sohn, eine agressive Form, inzwischen auch metastasiert…ich weiss nicht, ob ich Hoffen oder Bangen soll und was auf mich zukommen kann. Dein Blog hat mir die Tränen in die Augen getrieben, mehr als einmal. Wird es uns genauso ergehen? Werde ich so tapfer sein können? Es ist schwer alles zu lesen und sich zu überlgen, ob es uns ähnlich ergeht aber gut zu wissen, dass man alles schaffen kann, dass es wunderbare Augenblicke gibt und geben wird, egal was kommt!
    Vielen Dank dafür!
    Alex

  6. Liebe Anja,
    Danke! Respekt und Chapeu!
    Unter Tränen habe ich gelesen!
    Habe sehr viele Parallelen gefunden!
    Danke für Deine Offenheit, Gedanken, einfach Danke!!!
    Alles Liebe für Dich und Nils
    PeMil

  7. Liebe Anja,

    die letzten Tage stand mein Büro still, weil ich mich nicht mehr von Deinem Blog losreißen konnte und nur noch gelesen habe anstatt zu arbeiten.
    Ich bin seit Januar verwitwet, mein Mann hatte Darmkrebs und Metastasen in der Leber. Gestorben ist er letztendlich an einer Lungenembolie wenige Tage nach seiner Leber-OP, die seine Behandlung eigentlich laut der Ärzte „erfolgreich“ abschließen sollte. Dass bei Lebermetastasen die Heilungsaussichten selten erfolgreich sind, weiß ich inzwischen. Dass ihm und uns (auch ich habe einen 8-jährigen Sohn) durch seinen unerwarteten Tod wahrscheinlich viel Leid erspart worden ist, wurde mir beim Lesen Deiner und Kai’s Geschichte wieder deutlich und lässt mich inzwischen wieder daran glauben, dass der liebe Gott vielleicht doch seine Hand über meinen Mann gehalten hat.
    Ich danke Dir für Deine erfrischende und gleichzeitig so berührende Schreibweise, für Deine Ehrlichkeit, Deinen Humor und Deine Empathie. Oft konnte ich nicht weiterlesen, weil ich vor lauter Tränen nichts mehr gesehen habe, so viele Parallelen hab ich entdeckt.
    Den Mädels in meiner Trauergruppe habe ich gleich von Deinem Blog erzählt und es wurde eifrig ins Handy getippt ;) Schätze, da kommen bald noch ein paar Leser dazu!
    Bisher schmerzt alles nur, innen und außen, aber ich nehme Dich als mein großes Vorbild und hoffe, auch bald wieder mit einem Koffer voll intensiver Erinnerungen positiv in die Zukunft schauen zu können, zwar nicht mehr mit meiner Liebe an meiner Seite, aber immer in meinem Herzen.
    Dir, Deinem Sohn und Deiner wunderbaren Familie ein schönes Weihnachtsfest, ich bin überzeugt, das bekommt Ihr richtig klasse hin!
    Alles Liebe
    Anke

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