Let a good thing grow

Ich liebe diesen Song von The Hill and Wood. Einer meiner Herbstlieder in diesem teilweise doch recht anstrengenden Jahr 2015. Aber, von nichts kommt nichts, oder wie war das?

Ich glaube, dieser Blog hier ist auch so ein gutes Ding, dass ich habe wachsen lassen. Wer hätte je gedacht, als ich im November 2011 begonnen habe, meine Geschichte aufzuschreiben, bis heute fast 115.000 mal meine Beträge aufgerufen wurden. Unglaublich. Ich hätte das nicht gedacht…alles…aber das ganz sicher nicht. Es hat mir einfach geholfen, altes aufzuarbeiten, richtig zu stellen und mein neues Leben in Augenschein zu nehmen und es lieben zu lernen. Wörter – besonders geschriebene – sind mein Kanal. Ganz wunderbar ist aber, dass es wirklich den Anschein hat, als könnte ich damit vielen Menschen auch helfen. Sie ermutigen, sich zu trauen. Mal andere Wege zu gehen, auszuprobieren. Auch wenn das vielleicht nicht immer Schema F ist. Meine liebe Leserschaft: Ganz ehrlich – NIEMALS hätte ich das von mir für möglich gehalten. Ich danke Euch von Herzen für Eure Treue.

Schritt für Schritt, Wort für Wort ist es gewachsen. Zehntausende davon. Seitenfüllend. Abend für Abend. Manchmal muss man eben einfach etwas versuchen. Und sehen, was daraus entsteht. Was wächst. Und es sich auch entwickeln lassen. Wie oft ich doch während der Tipperei gedacht habe: Anja, was hast du schon alles mitgemacht, erlebt. In deinen jungen Jahren. Es lässt einen verändern. Mich verändern. Manchmal weich und unglaublich sensibel – auf der anderen Seite mit „Augen zu und durch“.

Als ich damals von Semmel Concerts weggegangen bin um auch hier altes loszulassen um neues zu finden, hätte ich ebenso niemals zu träumen gewagt, dass ich auf massiven Umwegen und einem „Warum? Warum denn nicht!“ nun überaus glücklich und zufrieden im Rathaus arbeite. Schon zwei Jahre sind es bald. Let a good thing grow. Das heißt nicht, dass es immer ohne Umwege und Stolpersteine von statten geht. Ganz im Gegenteil. Ich bin jemand, der lernt unglaublich gern durch Schmerz ;-). Ich merke immer mehr oder weniger dann, dass ich irgendwo falsch abgebogen bin, wenn’s richtig weh tut. Aber wie meint meine Mutter immer aufbauend zu mir: Anja, es gibt immer einen Weg zurück oder einen anderen.  Weil mich ab und an die Angst überkommt, festzustecken, nicht mehr raus zu kommen. Da tut es sehr gut, jemanden zu haben, der einem das Blickfeld weitet und zeigt, dass es auch noch anders geht. Dass ich nicht gefangen sein muss in Dingen, die ich nicht will.

Wie viel sich doch verändert hat. Innen und außen. Wie viel ich gelernt habe. Innen und außen. Vier Jahre. Eine kurze Zeit. Eine sehr lange Zeit. Alles steckt in vier Jahren. Täler und Gipfel. Tiefen und Höhen. Regen und Sonnenschein. Ganz viel Sonnenschein. Warm und wohltuend. Loslassen und annehmen. Abschied und Neubeginn.

Letzten Endes setze ich mich doch sehr gern an meinen schöner Rechner und lasse meine Finger über Tastatur gleiten. Wie von selbst scheint es, bewegen sie sich über die Buchstaben. Ich lache und weine dabei. Schüttle mit dem Kopf oder denke: Kannst du das wirklich schreiben? Muss man halt dazu stehen…zu den eigenen Ergüssen. Du meine Güte! So spät? Ich liebe die Zeit, wenn ich mit einer Tasse Tee oder einem Kaffee bei Lieblingsbeleuchtung und Favourite-Music, am besten noch mit zwölf Teelichtern, da sitze und mich in der Welt der Wörter einfach treiben lasse. Ich entspanne dabei unglaublich, komme runter, lasse all zu gern Revue passieren und erreiche damit doch einige Herzen. Das zeigen mir die Reaktionen, Briefchen oder Kommentare, die ich auf vielen Kanälen erhalte. Woran liegt das? Keine Ahnung. Ich kann nur sagen, dass ich einfach mit meinem ganzen Herz dabei bin.

„Anja. Da muss ein Buch draus werden.“

Let a good thing grow.

to be continued

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Ein Gedanke zu “Let a good thing grow

  1. Liebe Anja, Deine Worte machen einfach Mut :-) Ich liebe es zu lesen dass Du Dich z.B. freust, im Rathaus zu arbeiten – kenne ich doch von anderen Seiten (Social Network ;-) immer nur die („Hey Leute, seht her, wie schlank, erfolgreich und jugendlich ich heute wieder bin!“-Statements). Dabei ist genau Dein Freuen über etwas scheinbar(!) so ‚banales‘ exakt das, was wirklich zählt. Es umgibt uns eben (glücklicherweise!) ein ’normales‘ Leben, und das, DIESES Leben macht unser Glück oder Unglück aus. Hach, aber nun keine weiteren Ergüsse von mir ;-)

    …Ich freu mich übrigens auf den kommenden Montag ;-)!
    Lieben Gruß
    Susanne

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