SommerSuchtAnja …und findet sie

Und es war Sommer.

Ein Sommer, in dem ich einen Schlussstrich zog.  Nach punktgenau 10 Jahren verabschiedete ich mich von meinem Job. Ich glaube, ich verbrachte eine halbe Woche damit, mein Büro auszuräumen. Keine Ahnung wie viele Kartons ich ins Auto schaffte – letzten Endes hatte nur noch ich darin Platz. Fotos. Bücher. CDs. Geschirr. Übertöpfe. Gewürze. Noch und nöcher. Es war ein regelrechter Prozess, mit dem ich mich bewusst von diesem Lebensabschnitt verabschiedete. Aber, es war notwendig. Es war notwendig, mich in meinem neuen Leben allein für einen neuen Job zu entscheiden. Ein Büro voller Erinnerungen – und auch so unendlich lieb gewonnener Erinnerungen – zu verlassen. Telefonate mit Ärzten und Krankenhäusern. Kai, der in der Tür stand, nach der Chemo. Na, Hallo, mein Schatz. Kai, der in Tür stand und das gelbe Rezept für sein Fentanylspray zu bekommen. Kai, der in der Tür stand und Unmengen an Kaffeepads – stimmt’s, Marco?, Nudeln und Kartoffelbrei für die Kollegen mitbrachte. So viel Kai. Mittagspausen in Krankenhäusern oder Wartezimmern. Telefonate. Jeden Tag. Und Voicemails. Auch nach über zwei Jahren immer noch sehr präsent. Ein Blick zur Tür; ach käme er doch noch. Nur einmal. Ein allerletztes Mal vielleicht? Ja. Das wäre schön. Aber, er kam eben nicht mehr. Letzten Endes musste ich diesem Abschnitt ein Ende setzen. Ich habe Voicemails und Zettelchen sorgsam verpackt. Nicht installiert und nicht rumliegen. Aber dennoch da. Ein letztes Mal hab ich es mir angehört. „Hallo mein Schatz. Also. Ich hab den Doc jetzt erreicht. Ist alles okay. Sie wollen noch mal mit dem Radiologen sprechen und sich wieder melden. Das wollte ich dir nur schnell sagen. Ich liebe dich. Bis später dann.“ “ Hey Maus. Ich wärs gewesen. Wollte nur mal hören, wie es dir geht. Lieb dich. Bis dann.“

Ende Juli dann. Genau auf den Tag 10 Jahre, nachdem ich in den Mühlgraben beruflich einzog.

* * *
Von: Anja Lauckner 
Gesendet: Mittwoch, 17. Juli 2013 15:55
An: alle
Betreff: Ein lachendes und ein weinendes Auge

„Es sind nicht die äußeren Umstände,
die das Leben verändern,
sondern die inneren Veränderungen,
die sich im Leben äußern.“ 
Wilma Thomalla
Meine lieben KollegInnen,

jetzt ist sie tatsächlich vorüber gegangen. Die Zeit. Die lange Zeit. Auf den Tag genau 10 Jahre war ich in der Grafikabteilung hier tätig. Anfangs konnte ich NICHTS, außer Plakateindrucke setzen. Und jetzt dann doch ein bisschen mehr.

10 Jahre in denen ich viel gelernt, nette Menschen kennengelernt habe und eine Zeit, in der mein Beruf eigentlich zu meinem Hobby wurde. Ich habe immer sehr gern hier gearbeitet und möchte mich bei Euch allen für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken. Meist haben wir doch immer alles irgendwie hinbekommen ;-).

Mein ganzes Leben, von 23 Jahren bis hin zu 33 Jahren, hat sich in meiner Zeit bei dieser Firma verändert. Ich habe geheiratet und erinnere mich noch, dass mein Abteilungsleiter die Spalierstehenden vor der Kirche damals gebeten hat, doch bitte NICHT mit Reis auf mich zu werfen. Der würde die Fruchtbarkeit wohl fördern. Nun, genützt hat es dann doch nicht sooo viel, denn als erste wurde ich hier im Mühlgraben Mutter. Nils wurde geboren und die Mutterteilzeit eingeführt. Was für ein Spaß. Schlussendlich: Kai, mein Mann, wurde krank. 2009. Und starb 2011. Viele Bayreuther haben ihn zu diversen Fußballveranstaltungen & Co. kennengelernt; oder dann, wenn er einfach mal in der Tür stand und Tütensuppen und Red Bull vorbei brachte. In all den Jahren habe ich viel Verständnis, Vertrauen und Rückhalt erfahren dürfen und habe immer versucht, mein Bestes zu geben und die Arbeit dennoch gut hinzubekommen. Sicher war es auch mit mir nicht immer einfach.

10 Jahre. Time to say good bye. Wie ich finde, eine runde Zahl, einen Neustart zu wagen. Jetzt, fast zwei Jahre nach Kais Tod bin ich tatsächlich angekommen in meinem neuen Leben. Wenig Tränen im Büro sind mir viel Wert geworden. Und lernen, das Leben zu leben. Denn wertvoll ist es. Sehr.
Und dazu gehört auch, mich einer anderen beruflichen Herausforderung zu stellen. Neugierig zu sein. Neues zu lernen. Weiter zu gehen und sich weiter zu entwickeln. Einfach, heute auch fast ohne Angst, sich zu trauen. Es ist keine Entscheidung gegen die Firma  sondern viel mehr eine Entscheidung für mich ganz persönlich.

Habt vielen Dank für alles. Euch wünsche ich nur das Beste und vor allem eine grundstabile Gesundheit!

Freuen würde ich mich, wenn wir weiterhin in Kontakt bleiben, teilweise funktioniert das ja schon hervorragend.

Morgen werde ich mich hier in Bayreuth noch von jedem, der da ist, persönlich verabschieden. Alle anderen fühlen sich bitte aus der Ferne gegrüßt.
Aber, man sieht sich ja dann doch eh irgendwann und irgendwo immer zwei Mal im Leben.

Herzliche Grüße von
Eurer Glückwunschkarten-Design-und-Einklinker-Liebhaberin ;-) Anja

* * *

Ich habe Reaktionen auf meine Abschiedsmail bekommen, die mich haben weinen lassen. Es ist schön, auch einmal von anderen Menschen die eben andere Seite zu sehen. Ein „sich-öffnen“ wird mit einem „sich-öffnen“ belohnt.

Natürlich wollte die halbe Welt wissen, wie es mir geht. Wie der neue Job läuft. Und eben überhaupt. Ich kann gar nicht recht in Worte fassen, wie sehr mich das unter Druck gesetzt hat. Ich weiß es doch selbst alles gar nicht. Irgendwie muss ich mich erst einfinden. Ich bin doch ein Gewohnheitsmensch. Nie wieder soll ich MEINE Strecke ins Büro fahren? Nicht mehr an MEINER Tankstelle halten? Oder MEINEN Supermarkt aufsuchen? Keine Mittagspause mehr im Einkaufscenter und überhaupt alles neu.

Und ich tat etwas, dass mir sehr geholfen hat und ich nur jedem ans Herz legen kann. Ich nahm mir ein „Social-Time-Out“. Keine Ahnung, ob ich den Begriff jetzt definiert habe…aber so nannte ich es. Ich musste mir einfach Zeit nehmen. Zeit für mich. Zeit für Nils. Zeit für uns gemeinsam. Ich wollte nicht in der Pflicht stehen müssen, zu antworten. Keine Mails, keine Telefonate, wenig Social Media. Freilich kann man besonders liebe Freunde nicht einfach vor den Kopf stoßen. Sie waren ja auch schließlich immer für mich da. Ich fühlte aber: es musste sein. Für mein persönliches, kleines „Reset“.

So fasste ich mir zu Beginn der Sommerferien ein Herz und verfasste eine weitläufige Mail an meine Lieben. Ich brauche Zeit. Zeit, mich einzufinden. Einen neuen Alltag zu finden. Ferienfreizeit zu organisieren. Mich zu Hause neu einzuleben. Dann jetzt mal so richtig. Bin dann mal weg. Ab September dann. Nach Kreta. Da bin ich wieder für Euch da. Ich bekam auch hier ganz wunderbare Reaktionen, deren es keiner Antwort bedarf. Freunde eben. Ganz einfach Freunde.

ZEIT

Auf einmal hatte ich Zeit. Zeit für Spontanes. Ich musste mir eines abgewöhnen. Die blöde Planerei. Ich bin ja eigentlich die Planerin vor dem Herrn. Und gern noch in verschiedenen Dokumenten, Tabellen und Kalender in Form gebracht. Das bringt doch nichts. Ich lebe heute. Jetzt. Manchmal habe ich eine ungeheure Angst, das Leben zu verplempern. Es unnütz dahin plätschern zu lassen. Das ist dann aber letzten Endes auch nicht das non plus ultra. Es ist ja nun tatsächlich so: das Maß macht es. Und am besten noch das richtige.

LEBENSFREUDE

Lebensfreude. Ich glaube, ein Teil des Schlüssels liegt darin. In gewisser Weise lebe ich gern. Ja. Die Vergangenheit hat meinen Blick für Kleinigkeiten geschärft. Ich liebe es, Besonderes in der Welt zu entdecken. So mein neuestes Lieblingsfoto. Eine Sonnenblume aus einer besonderen Perskeptive. Ich freu mich so, wenn ich das Besondere mit der Kamera einfangen konnte, und ich glaube, das merkt man meinen Fotos an. Ich könnte Stunden damit zubringen, mich am Zusammenspiel der Farben zu erfreuen. Ich glaube, ich weiß jetzt auch, was es ist, was mir hilft, dass es mir eigentlich doch ganz gut geht. Da täuscht HEUTE auch der Eindruck nicht. Für DEN MOMENT, habe ich meine jetzige Situation akzteptiert, wie sie ist. Ich brauch auch nicht krampfhaft einen Mann. Hab ja irgendwie dann doch halbwegs alles im Griff. Inklusive Kohlenschleppen und Holz hacken. Ich kann es im MOMENT nicht ändern. Und der Augenmerk liegt hauptsächlich auf dem MOMENT – nur die wesentlichen und wichtigen Dinge plane ich für kurz- und langfristige Zukünfte. Und dass MIR das mal gelingen würde, ist für mich ein echter Meilenstein. Ich glaube, deswegen ist die Angst auch nicht mehr so vordergründig. Also gut. Durch die Aktzeptanz dessen, was jetzt eh nicht kurzfristig zu ändern ist, bleibt mir mehr Zeit und Kraft für den Rest. Und den Rest lebe ich ganz anders und viel intensiver als noch bis vor einem halben Jahr. Ganz großes kann ich gerade nicht bewältigen, will es auch nicht. Also bewege ich  mich in dem Kreis, den ich ohne Weiteres haben darf. Ich denke gern. Nur die richtigen Bahnen sollten es sein. Und die werden mir durch meinen kleinen Kreis eigentlich fast vorgegeben. Was nicht bedeutet, dass ich nicht über meinen Tellerrand hinaus denke. Ich springe auch gern mit Anlauf drüber. Aber mittlerweile mit etwas mehr Bedacht als ständig mit Köpfen durch Tellerränder zu preschen. Nicht immer, aber immer öfter.

Und diese besondere Lebensfreude hat sich während dieses Sommers immer mehr entfaltet und entwickelt. Ich habe das Glück, völlig gesund und munter zu sein. Also sollte ich doch alles daran geben, dieses gottgegebene Glück nicht mit Füßen zu treten, oder? Es gibt Momente, Tage, Wochen, in denen ich fast süchtig nach dem guten Leben bin. Dann muss ich mich immer etwas zügeln. Wir wissen: zu viel des Guten geht nach hinten los. Auch mit den ganz besonders schönen Dingen.

Nils und ich sind in diesem Jahr zu einem richtig guten Team geworden. Ich weiß, es klingt furchtbar und ist sicher nicht für jeden oder gar nur für wenige nachzuvollziehen: aber, jetzt, nach acht Jahren kann ich das erste Mal behaupten, dass ein Kind zu haben, einen Sohn – Nils – mehr Freude für mich bedeutet als Arbeit. Ich habe ein inneres Gleichgewicht gefunden, dass ich so nicht kenne. Nils merkt das sehr. Manchmal treibt es mir auch die Tränen in die Augen, wenn ich an zurückliegende Situationen und Gefühle zurück denke. Tja. Die Psyche macht es einem oft nicht leicht und es ist ein hartes Stück Arbeit, ihr auf den Leib zu rücken.

So stehe ich jetzt gern an Fußballfeldrändern und brülle unqualifizierte Kommentare Richtung E-Jugend-Feldspieler. Mit Freude suche ich DFB-Torwart-Trainig-Videos, um sie mir genau anzuschauen und Sonntag Nachmittags Bälle auf den Spross alias Keeper zu werfen. Ruckzuck habe ich unser Zelt aufgebaut, schlafe mit den Kids draußen, liebe die „SAMS“-Filme und fühle mich zum ersten Mal richtig wohl in meiner Mutterrolle ohne Vater. Wir schaffen das schon irgendwie. Das weiß ich jetzt. Ich fühle es. Richtig.

Und weil ich ja so ne coole, tolle Mom bin ;-), ist es freilich ein Klacks, mit Nils plus Freund(Achtung!)in Sonntag morgens ins Freibad zu fahren. Es machte mir nichts aus, zeitig aufzustehen und das Frühstück für die Badewiese vorzubereiten. Macht das mal. Frühstück im Freibad. Morgens gleich als allererste Gäste. Da hält man es noch in der Sonne aus. Es ist ruhig und einfach nur gelassen schön. So gelassen schön, dass ich mich locker dazu hinreißen lasse, vom Turm springen zu wollen. Die Betonung liegt dann hier auf „zu wollen“. Nils. Annika. Kommt, wir gehen springen. Noch ist nix los, da kann die „alte“ Mutter auch mal locker-flockig elegant vom Fünfer gleiten. Hab ich früher ja auch gemacht. Da sogar noch kopfüber. Das verlernt man ja schließlich nicht. Ist wie Fahrradfahren.
Naja, die Sprossenleiter empfand ich dann schon etwas sehr schmal für meine Verhältnisse. Und irgendwie auch recht hoch. Wieso nur sieht von unten immer alles so lächerlich einfach aus und von oben so lachhaft unmöglich.
So stand ich nun ganz oben. Ganz oben = 5 Meter. Klammerte mich krampfhaft am Geländer fest und schrie zu Nils: Nee. Das kann ich nicht. Scheiße (oh sorry), das ist zu hoch. DAS SCHAFF ICH NICHT. Mir kam dann auch die Idee, was da falsch läuft. Haha. Das ist kein Fünf-Meter-Turm sondern ein FÜNFZIG-Meter-Turm. Die haben da locker ne Null unterschlagen. Ich sags Euch, wie es ist. Ich hatte Angst. Einfach nur nackte Angst. Nils gab von unten alles: Mama, los jetzt. Spring. Ist doch total einfach. Hab ich auch schon gemacht. Das schaffst du schon.
Naja, ich weiß nicht, wer oder was mich geritten hat – letzten Endes darf man ja eh nicht lange fackeln. Schritt nach vorn und ab dafür. Obwohl ich mich selbst natürlich nicht sehen konnte, so weiß ich doch ganz genau, wie ich wohl ausgesehen haben mag:
Körper straff gespannt als „Dame“ (man will schließlich unter keinen Umständen riskieren, dass irgendein noch so kleines Körperteil schmerzhaft auf der aus der Höhe betonartig scheinenden Wasseroberfläche aufklatscht, nur weil man seine Gliedmaßen nicht ordentlich im Griff hatte…), Augen zugepresst, Nase zugehalten, das Leben am inneren Auge vorbei ziehen lassend und ganz laut schreiend. So laut, dass man mich auch im letzten Winkel der weitläufigen Badewiese noch zu hören bekommen hat. Oh man. Ist man eigentlich für derartige Peinlichkeiten nicht doch irgendwann zu alt? Was pflege ich dann immer zu sagen: das Alter ist egal. Darauf kommt es nicht an. Absolut rein gar nicht.
Erwähnen muss ich nicht, dass mein Bikinioberteil natürlich nicht mehr an vorgesehener Ort und Stelle saß. Ich hatte alle Hände voll zu tun, unter Wasser ein sittliches Auftauchen zu ermöglichen.
Der Adrenalinstoß war toll. Was war ich stolz. Wegen so einem kleinen Sprung. Ich hab mich aber getraut. JUST DO IT. Mach einfach. Anja.

Und so verbrachte ich unseren Sommer. Gemeinsam in Bädern, Zelten im Garten, Picknick auf der Terrasse. Ausflüge oder gemeinsames Rasenmähen. Mit Freunden ohne Freunde. Mit Nils. Ohne Nils. Beides schön. Ob ich atemberaubend davon fliegend mit Katja bei Herrn Williams in München jedes Lied mitsang oder bei den Toten Hosen mit meiner unvergleichlichen Mutter aus dem Verkehr gezogen wurde. In tollen Hotels schlief, mich in Städte wie Bamberg und Dresden verliebte, den Kölner Dom erklomm oder mich in meinem eigenen Schlafzimmer wieder wohl fühlte. Mit meinen besten Freunden auf Bänken tanzte – ich bin der DJ – lachend durch die Nacht mein Rad nach Hause schob, fristlos bis morgens tanzte. Kaffee in der Sonne. Gespräche im Schatten. Sonnenuntergänge aufsaugend, Ruhe genießend. Musik laut raushörend. Ganz neue Menschen kennen und lieben lernend. Sich Zeit nehmen für die Zeit. Es war ein wunderschöner Sommer. Der schönste Sommer seit Jahren. Ein Sommer, in dem ich endlich und auch wirklich zu mir selbst gefunden habe. Und das tut so gut.

Nichts desto trotz gab es auch – ach ja – tränenreiche Sommerstunden. Mit besten Freunden haben ich viel Revue passieren lassen. In so vertrauten und guten Gesprächen. Wie es wohl wäre, würde Kai erleben, wie ich jetzt bin. Wie würden wir unsere Zeit nutzen. Was ich über das Leben gelernt habe. Wie ich aus Fehlern gelernt habe. Wie wäre es wohl, wären wir noch gemeinsam unterwegs. Als Paar. Als Familie. Das fehlt mir manchmal. Mal mehr, mal weniger. Und oft auch gar nicht oder unbeschreiblich sehr. Und während der ganzen Überlegungen ist mir eines bewusst geworden – es geht nur eines von beiden. Kai wäre nicht krank geworden oder noch am Leben. Oder aber, alles ist, wie es jetzt ist und ich habe durch jeden bescheuerten Umstand aber so viel gutes lernen und sehen können, dass sich mein Bewusstsein genau aus diesem Grund geändert hat. Ach, was hat mir Kai gefehlt. Wie oft saß ich weinend bei Birgit im Garten. Wie gern würde ich nur noch einmal gedrückt werden wollen. Einmal die Wärme spüren. Seine Wärme. Seinen Geruch. Seinen Augenblick. Vertraut geliebt werden. Ein allerallerletztes Mal.

Was bleibt, sind Erinnerungen. Die Kunst besteht darin, sie zu achten und ein wenig zu pflegen. Aber nicht in ihnen zu leben. Den Blick nach vorn gerichtet. Sonne im Gesicht. Wind im Rücken.

Sommersucht Anja.
Sommer sucht Anja.
Sommer hat Anja gefunden.

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2 Gedanken zu “SommerSuchtAnja …und findet sie

  1. Hallo Anja,
    du schreibst wirklich so gut, dass es selbst mich als Lesemuffel fesselt und in mit ein Verlangen entstehen lässt, deinen Zeilen weiter zu folgen. Es begeistert mich schon, wie du deine Empfindungen so in Worte fassen kannst. Das ist eine große Begabung.
    Dir alles Gute weiterhin und viele Grüße (auch an deine Eltern) aus von
    Gunter aus Meerane.

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